Vertrauenssitation

Vertrauen, ein zerbrechliches GUT

Vielleicht kennen sie das Gefühl von innerlicher Bedrohung. In diesem Fall könnte ein Begleiter ihre Selbstbestimmung und Selbständigkeit gefährden: Aus einem solchen Dilemma entwickeln viele Menschen unterschiedliche Strategien :

  • Man lehnt jegliche Betrachtung ab. Man schafft das schon alleine. Letztendlich ist man nicht krank.
  • Man sucht einen unerfahren Begleiter. Hier kann man nachweisen, dass man zwar willig ist, die Begleiter aber sowieso nicht helfen können.
  • Man vertraut dem Begleiter blind. Jetzt hat man  für sich selber nicht mehr die Verantwortung.
  • Der Begleiter wird zum absoluten Vorbild und Wegweiser.
    Man folgt allem, was vom Begleiter kommt blindlings, denn
    - der Begleiter weiß was für sie gut ist.
    - der Begleiter ist unfehlbar.
    - der Begleiter ist absolutes Vorbild, man will so werden, wie er .
  • Allem, was man dann in der ganzheitlichen Betrachtung erlebt, tritt man nicht mehr unbefangen entgegen. Alles was der Begleiter tut oder sagt, wird nur noch positiv beurteilt. Man scheut dann keine Mühe zu einem positiven Urteil für den Begleiter zu kommen, denn davon hängt die selbstgewählte und inszenierte Abhängigkeit ab, die Rückhalt und Sicherheit bietet.

    Ein solches Vertrauen ist deshalb blind, weil man sich in die eigenen Interpretationen einsperrt und sich die Möglichkeit eines Wachstums in unbefangene Einsichten und offenes Vertrauen damit verbaut.

    Mit diesem geschickten Manöver denkt man die Verantwortung für das eigene Leben, das eigene Tun auf den Begleiter zu übertragen und man kann sich immer einreden, dass der Berater es ja auch so möchte.
    Wird ein blindes Vertrauen als eine  bewusste Übertragung vom Begleiter nicht aufgelöst, dann kann man jahrelang  auf dem Weg sein und bleiben, ohne dass die eigene Entscheidungsfreiheit für persönliches Wachsen genutzt werden.

Ein erfahrener Begleiter ist authentisch und lässt keinen Raum für blindes Vertrauen. Mit seinem authentischen Verhalten schärft der Begleiter das Unterscheidungsvermögen. Man kann spüren, dass das Vertrauen zu ihm und zum ganzheitlichen Betrachtungsprozess nicht mehr von Meinungen und Urteilen anderer abhängig ist und eigene Beurteilungen keinen Sinn mehr machen.

Im Laufe eines Betrachtungsprozesses werden deshalb die eigenen Ideen und Energien nicht mehr auf das Verhalten des Begleiter, sondern auf das eigene, persönliche Verhalten gerichtet.

Auf diese Weise schafft man mehr und mehr eine Verbindung zur eigenen Menschlichkeit. Man beginnt, sich und der Welt der Erscheinungen, dem Gegenüber zu trauen. Es ist die Zeit, in der man anfängt, das Bestreben nach Sicherheit zu überwinden und mit Kontakt und Vertrauen zu sich selber zu füllen.

Der  ganzheitliche Beratungsprozess durchläuft einige Stadien.
Mehr davon hier.

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