Betrachtungsverlauf

Zurück zur Wahrheit

Im Laufe des  ganzheitlichen Betrachtungsprozesses verhilft der Begleiter eine gewisse Standfestigkeit und Stabilität zu entwickeln. Der Entwicklungsprozess verläuft langsam und fast unbeachtet.

Erst im Nachhinein wird bewusst, von welcher verkrusteten Einstellung und Illusion man sich im  ganzheitlichen Betrachtungsprozess befreit hat. Dieser Prozess verläuft mit Höhen und Tiefen und hat immer andere Momente des Fortschritts und der Stagnation. Es bedarf  Erfahrung und Professionalisierung, um den jeweiligen Entwicklungsstand erkennen und bewerten zu können.

Oft ist es schmerzlich, AlltagsSituation zu sehen und als solche anzuerkennen. Je mehr man differenzieren lernt, um so deutlicher wird, wie viele Schwierigkeiten durch die eigene Art die Welt zu sehen, entstehen. Man bemerkt eigene blinde Flecken und eigenes bewusstes anders Sehen wollen der Wirklichkeit.

Nur wenn man dann bereit ist, den Schmerz eigener Unzulänglichkeit zu leben, braucht man sich nicht weiter vor sich und den anderen zu schämen und sich für die eigene Art zu leben zu bestrafen. Es bringt einen in Kontakt mit der eigenen Menschlichkeit.

Man muss an dieser Stelle der ganzheitlichen Betrachtung die manchmal auch schockierende Erkenntnis verarbeiten, dass man sich hinters Licht führen ließ, bzw. sich selber hinters Licht geführt hat. Es wird einem klar, was man alles bisher angestellt haben, um die Unwahrhaftigkeit über sich und zu sich zu vermehren.

Gleichzeitig spürt man deutlich und tief, dass man nicht weiter in die Unwahrhaftig hinein tauchen will. Es macht einen zunächst sehr unruhig, was man jetzt sieht und man kann nicht wertschätzen schätzen, das man es sieht.

An solchen Krisenpunkten innerhalb der ganzheitlichen Betrachtung ist man auf die Erfahrung seines Begleiter angewiesen, der einem durch sein eigenes authentisches Verhalten zeigt, wie es im gemeinsamen Prozess weiter gehen kann.


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