Anspruch an den All-Tag

Der All-Tag stellt sich dann so dar, als müssten wir ganz bestimmten Ansprüchen total gerecht werden. Als müssten wir ganz Bestimmtes um jeden Preis in unserem Handeln berücksichtigen.

Ein solcher Umgang mit unserem All-Tag führt uns notwendigerweise in ein System von Konsequenzen und Zwickmühlen. Es bringt uns in innerliche und äußerliche Drehungen und Verdrehungen. Es fördert Auflösen und Verdichten von Zusammenhängen, Situationen und Beziehungen. Vernünftiges wandelt sich in Unvernünftiges und Widersprüchliches zugleich.

Egal, welchen Platz wir inne haben, wir sind permanent beschäftigt

  • innere und äußere Bestimmungen und Anforderungen zu erfüllen,
  • Gegensätze des Alltags unterzubringen und
  • unsere persönlicher Revolte gegen den All-Tag zu leben.

All-Tag ist meistens alles andere als grau und platt. Er bringt uns täglich in neue und alte Schwierigkeiten, stellt uns immer wieder vor nicht lösbaren Probleme.

Es bleiben am Ende jeden Tags viele Reste übrig, die wir immer wieder versuchen im nächsten All-Tag unterzubringen, in der Nacht in unseren Träumen und Reisen in andere, feinstoffliche Welten zu erledigen


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