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keine Zeit

Büchern zum Thema bei

 

© Mandalon Verlag 1996- 2006.

Ich habe keine Zeit (M.Malitte)

ist eine häufig gebrauchte Redewendung. "Ich würde dich gerne besuchen, mit nach Italien fahren, eine Gruppe besuchen, eine Fortbildung belegen, aber leider ... keine Zeit."

Im gewissen Sinn ist es ja eine Unwahrheit, denn der oder die das sagen, haben ja ihre Zeit - 24 Stunden eines Tages gehören ihnen.

Sie wollen natürlich sagen - und das fällt ihnen oft schwer:

"Ich habe keine Zeit für dich." Für bestimmte Unternehmungen, Vorhaben, Probleme wollen sie keine Zeit einsetzen, weil sie ihre Zeit anders verplant haben. Nun ist ja ein Großteil unserer Zeit durch unseren Beruf und Tageslauf festgelegt. An manchen Wochentagen ist die Zeitspanne sehr klein, an anderen, oft an Wochenenden, erleben wir viel Freiraum. Immer jedoch besteht ein Gemisch aus Bedingtheit und Wahl.

Ich glaube, dass die meisten Menschen (ich eingeschlossen) sich selten darüber klar werden, wieviel Freiheit und Entscheidungsmöglichkeiten sie wirklich haben. Oft haben wir im gegebenen Augenblick nicht genügend Klarheit über diese Tatsache und handeln im Aberglauben des Müssen’s. Dabei haben wir oft mehr Möglichkeiten zu wählen, als uns bewusst wird.

Wählen ist erlernbar. Es kann geübt werden. Mir wird klar: Ich bin die Besitzerin meiner Zeit. Auf diesem Hintergrund werde ich mir meiner täglichen Entscheidungen bewusst. Es ist eine Überlegung wert:

  • Wofür habe ich grundsätzlich immer Zeit?
  • Wofür bin ich bereit, ein wenig Zeit einzusetzen?
  • Wofür habe ich grundsätzlich keine Zeit?

Wenn ich dann noch meine täglichen Tätigkeiten mit Zeitangaben versehe

  • wie lange ich arbeite,
  • den Haushalt versorge,
  • mit den Kindern spiele,
  • mich in einer Gruppe engagiere,
  • lese,
  • Spazieren gehe u.a.

Dann bekomme ich einen guten Einblick in meine Entscheidungen, die mir oft nicht recht bewusst geworden sind.

In Seminaren gestalten wir schon mal ein Zeitmobile, wo für jede Tätigkeit ein entsprechend großes Pappelement gestaltet wird. Nach Fertigstellung des Mobiles wird für alle sichtbar, wenn eine Tätigkeit überwertig gelebt wird. Das Mobile kommt, so sehr wir uns auch anstrengen, nicht in Balance. Das schwerelos leichte Luftspiel kann nicht beginnen.

Praxis Dipl.Psychologe Hans Jörgen Wevers


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