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Vierte Erkenntnis

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Vierte Erkenntnis

Man kann die Beziehungen der Menschen auf eine einfache Formel bringen

Wir Menschen liegen miteinander im Wettstreit um Energie.

Dieser Wettstreit hat Einfluss auf jede zwischenmenschliche Begegnung. Es beherrscht der Kampf um Macht der menschlichen Beziehungen. Das Bedürfnis, Kontrolle auszuüben, um Energie zurückzuerhalten, entsteht in unserer frühestens Kindheit. Wir haben gelernt, dass das Leben ein Austausch von Energie ist. Einfach gesagt, verlieren wir Energie, wenn wir den Kampf um Aufmerksamkeit verlieren. Das führt dazu, dass wir uns dann schlecht und verunsichert fühlen.

Wir versuchen unsere Energie von anderen Menschen zu beschaffen, in dem wir Sie manipulieren oder ihre Aufmerksamkeit auf uns lenken. Gelingt uns dies, bekommen wir wieder Energie. die uns stärkt, den anderen aber schwächt. Oft wehren die andern sich gegen diesen Energieraub und es kommt zu einem Machtkampf.

Hinter der Gewalt steht das Bestreben von Kontrolle oder Beherrschen. Im Gespräch ist eine Seite stärker, eine Seite schwächer. Die manipulative Grundhaltung heißt, Sieger sein wollen, keine Kontrolle verlieren, sich durchsetzen. Das bestärkt die eigene Position; andernfalls fühlen wir uns geschwächt, wir meinen Kraft zu verlieren. Es geht in menschlichen Beziehungen meistens darum, Energie von anderen zu bekommen. Sobald wir kontrollieren, können wir uns die Energie der anderen holen. Wir tanken uns auf deren Kosten auf, werden motiviert.

Kontrollstrategien sind:

  • zunächst ein Freund zu sein,
  • dann Fehler in einem Verhalten suchen,
  • das Vertrauen untergraben,
  • sich mit dem anderen identifizieren.

Vertrauen - Selbständigkeit des anderen abbauen heißt, jemanden in die Symbiose, Abhängigkeit führen.

Wir fühlen uns schwach. Wir versuchen die Kontrolle zu bekommen, dann geht es uns besser. Die Schwächen des anderen, geben uns eine Stärke. Eine Situation mitbestimmen heißt, wir bekommen Energie geschenkt. Das kann der andere nicht lange durchhalten, es kommt zu Machtkämpfen. Auch wenn sich Energien verflechten, kommt es zu Machtkämpfen. Eine Form des Machtkampfes ist, psychisch dominiert zu werden, d h., den Willen abgeben. Es handelt sich dabei um psychische Gewaltanwendung. (dies kann in Therapien vorkommen, dem Patienten geht es dann nicht gut mit der Therapie). Wenn Energien zwischen Menschen fließen, geht es immer um energetische Positionen, weniger um rationale Erklärungen.

Der Kampf um Energie

Zu häufig schneiden sich Menschen von größeren Energiequellen ab. Sie fühlen sich schwach und unsicher. Wir neigen Energie zu gewinnen, indem wir andere manipulieren oder erzwingen, uns Aufmerksamkeit und folglich Energie zu geben. Wenn wir andere erfolgreich auf diese Art beherrschen, fühlen wir uns leistungsfähiger.

Die Geschwächten kämpfen häufig wieder, um Ihre Energie zurück zu bekommen. Die Konkurrenz um scheinbar knappe, menschliche Energie ist eine Ursache fast aller Konflikte zwischen Menschen.

Praxis Dipl.Psychologe Hans Jörgen Wevers


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